Gleichverblödung als Sport

Dann also zur Abwechslung mal Frauen-Fußball. Da gibt es zum einen dieses nette Viddeo (kein Vertipper, des heißt so) in dem die Jungs von Badesalz sehr schön demonstrieren, wie es kommt, das plötzlich alle Frauenfußball gut finden (müssen). Zum anderen finde ich persönlich es wunderbar, dass Fußball-WM ist und man nicht überall von überdimensionalen Bildschirmen, Lärm und Public Viewern belästigt wird, sondern sogar in Berlin in Ruhe Bier oder auch etwas anderes trinken kann.

Ganz ehrlich: Ich verstehe schon bei erwachsenen Männern nicht, wie man das ganze Leben einem Sport widmen kann – weder bei den Spielern selbst – okay, das Geld, das verstehe ich dann doch wieder, noch bei den Fans. Aber warum tun erwachsene Frauen so etwas? Gleichberechtigung muss doch nicht Gleichverblödung heißen!

Henni Nachtsheim gründet die Initiative gegen kickende Weiber im Stadion

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Über modesty

Akademisch gebildetes Prekariat. Zeittypische Karriere: anspruchsvolle Ausbildung, langwieriger Berufseinstieg, derzeit anstrengender, aber schlecht bezahlter Job mit unsicherer Perspektive. Vielseitige Interessen, Literatur, Film, Medien, Wissenschaft, Politik, Geschichte, Gesellschaft, Zeitgeschehen. Hält diese Welt keineswegs für die beste aller möglichen, hofft aber, dass sie besser werden kann. Möchte gern im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten dazu beitragen.
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Eine Antwort zu Gleichverblödung als Sport

  1. KHM schreibt:

    „Euer Hass ist unser Stolz!“ – Rassismus und Diskriminierung im Fußball (GS 2-14)

    Über den sittlichen Wert und staatlichen Nutzen einer bedeutenden Fankultur

    Rassismus und Diskriminierung sind im Fußball zu Hause. In aller Öffentlichkeit „schwule Sau“ brüllen, Menschen mit dunkler Hautfarbe Bananen hinterherwerfen, Militanz gegen die Anhänger anderer Vereine – all das ist in den modernen Fußballstadien an der Tagesordnung. Die westlichen Zivilgesellschaften sind es sich allerdings auch schuldig, heutzutage in aller Deutlichkeit dagegen vorzugehen: Die UEFA platziert an prominenter Stelle im Fernsehen Spots gegen Rassismus ( „No to racism – Respect“); die Vereine werden offiziell in die Pflicht genommen, indem sie Fanbeauftragte finanzieren und mit zahllosen Fanprojekten („Unsere Kurve – kein Platz für Rassismus!“) erzieherisch tätig werden; und wenn verbale oder tätliche Übergriffe aktenkundig werden, sind Strafen fällig, auch für die Fußball-Vereine selbst, die von den Fußball-Verbänden für die Untaten ihres Anhangs haftbar gemacht werden.

    Der offizielle Antirassismus hat da jahrein jahraus eine Menge zu tun. Der Gedanke, dass die unschönen Vorfälle, die nie aussterben wollen, irgend etwas mit der ganzen Sphäre zu tun haben könnten, ist für alle Verantwortlichen in diesem Metier abwegig. Immer wenn mal in Sachen Rassismus etwas passiert, sind sich alle in einem einig und ganz sicher, dass das mit der eigentlich guten Sache Fußball nichts zu tun hat. Dann waren es sogenannte „Ausschreitungen“, also Exzesse von einigen „verrückten Gewaltbereiten“ oder rechtsradikalen Trittbrettfahrern, die das eigentlich harmlose Fanwesen in Verruf bringen. Offenbar gibt es da für die demokratischen Gesellschaften mit dieser unermüdlichen Erziehungsarbeit für Toleranz und gegen Rassismus etwas zu retten, was man an der Nationalsportart Fußball und der dazugehörigen Fankultur schätzt. Bleibt die Frage, warum ausgerechnet diese „Kultur“ dermaßen für die Übergänge in den Rassismus anfällig ist. Womöglich hat es doch etwas mit der Sache selbst zu tun, die man immerzu vor ihren Übertreibungen schützen will…

    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/2014/2/gs20142047h1.html

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